Unser Alltag kann für Igel schnell zur Gefahr werden.
Igel leben mitten unter uns - in Gärten, Parks, Grünanlagen und an Waldrändern. Doch gerade dort begegnen ihnen immer mehr Gefahren. Viele davon entstehen durch menschliche Aktivitäten und ließen sich mit etwas Aufmerksamkeit vermeiden.
Straßenverkehr
Vor allem nachts sind Igel auf Nahrungssuche und überqueren dabei immer wieder Straßen. Da sie bei Gefahr häufig stehen bleiben oder sich zusammenrollen, endet die Begegnung mit einem Fahrzeug leider oft tödlich.
Mähroboter und Gartengeräte
Mähroboter, Motorsensen und Freischneider können für Igel zur tödlichen Gefahr werden. Besonders problematisch ist der Einsatz von Mährobotern in der Nacht - genau dann, wenn Igel aktiv sind und auf Nahrungssuche gehen.
Immer weniger Lebensraum
Versiegelte Flächen, Schottergärten und sehr stark aufgeräumte Gärten bieten Igeln kaum noch geeignete Rückzugsorte. Hecken, Laub- und Reisighaufen sowie Totholz sind dagegen wichtige Verstecke und Nistmöglichkeiten.
Weniger natürliche Nahrung
Auch der Rückgang von Insekten, Würmern und anderen Kleintieren macht Igeln zu schaffen. Je weniger natürliche Nahrung sie finden, desto schwieriger wird es für sie, ausreichend Reserven aufzubauen.
Zäune und andere Barrieren
Igel legen auf ihrer nächtlichen Nahrungssuche größere Strecken zurück. Geschlossene Zäune und andere Barrieren können diese Wege unterbrechen und den Zugang zu weiteren Gärten und Nahrungsquellen verhindern.
Netze, Schnüre und Müll
Herumliegende Kunststoffnetze, Schnüre, Verpackungen oder Dosen können zu gefährlichen Fallen werden. Igel können sich darin verheddern, feststecken oder verletzen.
Pestizide und Schneckenkorn
Pestizide und Schneckenkorn reduzieren das natürliche Nahrungsangebot und können Igel darüber hinaus indirekt oder teilweise auch direkt schädigen. Ein möglichst giftfreier Garten hilft deshalb nicht nur den Igeln, sondern auch vielen ihrer natürlichen Beutetiere.
Haustiere
Gesunde erwachsene Igel sind für die meisten Hunde und Katzen kein leichtes Ziel. Neugierige oder jagende Hunde können ihnen jedoch schwere Verletzungen zufügen. Besonders gefährdet sind Jungtiere.
Vorsicht bei Gartenarbeiten
Reisig-, Holz- und Laubhaufen sind beliebte Schlafplätze und können auch zum Überwintern genutzt werden. Deshalb sollten solche Haufen vor dem Umsetzen oder Abbrennen unbedingt sorgfältig auf Tiere kontrolliert werden.
Klimatische Veränderungen
Längere Trockenperioden und ungewöhnlich milde Winter können sowohl das Nahrungsangebot als auch den natürlichen Winterschlaf der Igel beeinflussen.
Mach deinen Garten ein bisschen igelfreundlicher.
Oft braucht es gar nicht viel:
Mähroboter nur tagsüber einsetzen, Laub- und Reisighaufen liegen lassen, im Sommer flache Wasserschalen anbieten und auf Gift im Garten verzichten.
Kleine Durchgänge von etwa 13 × 13 cm in Zäunen ermöglichen es Igeln außerdem, zwischen benachbarten Gärten zu wechseln. gefahren
Und manchmal ist ein bisschen weniger Gartenarbeit sogar mehr:
Naturnahe Gärten bieten Igeln Nahrung, Verstecke und einen sicheren Lebensraum. gefahren
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